Geschichte zu Groß
Beuchow  |
| Geschichtliches |
| • |
1346 finden wir die erste urkundliche
Erwähnung. |
| • |
Der Ortsname wird auf den slawischen
Personennamen "Bych" zurückgeführt. Tatsächlich
ist für beide Dörfer (Groß- und Klein Beuchow)
seit Mitte des 15.Jh. das Geschlecht der von Bichows nachzuweisen.
So erwirbt am 12.01.1418 ein Niclas von Bychow ein Drittel des
Dorfes Schönwalde. Er war auch als " alter geschworener
Ratsmann der Stadt Luckau" bekannt. |
| • |
1570 umfasste der Ort 5 ½
Ritter- und 13 Bauernhaufen sowie 6 Kossätenstellen. |
| • |
Seit ca. 1590 ist Beuchow dem Patronat
Lübbenau als Lehndorf zugehörig und somit auch zinshörig. |
| • |
Groß Beuchow zerfiel seit
Mitte der 2. Hälfte des 15.Jh. in einen brandenburgischen
und einen niederlausitzer Teil. Diese Teilung war auf Grund
des Gubener Friedens zustande gekommen. |
| • |
1679 erwarb Casimir Graf zu Lynar
den brandenburgischen Anteil und vereinigte 1681 den Besitz
durch Zukauf des niederlausitzer Anteils. |
| • |
Beuchow ist seit 1792 zur Standesherrschaft
Lübbenau zugehörig. |
| • |
1816 wurden beide Teile dem Kreis
Calau zugewiesen.
Nach 1945 wurden die Gutsländereien aufgeteilt auf Umsiedler
und Landarbeiter. Die sich später zur LPG zusammen schließen
mussten. |
| • |
Anfang Juni 1996 feiert Groß
Beuchow seine 600-Jahr-Feier.
Auf dem Gelände des Freizeitcenters befand sich eine große
Windmühle (günstiger windnaher Standort), die vor
ca. 50 Jahren infolge von Nachkriegshandlungen abgebrannt ist. |
| Klein Beuchow |
| • |
Wird erstmals 1450 als Weynigen
Bichow erwähnt und ist ebenfalls slawischen Ursprungs. |
| • |
Wechselnde Besitzer waren die Familien
von Mühlen, von Buxdorf und die Grafen zu Lynar, die miteinander
in ständigem Rechtsstreit um die Lehnspflicht lagen. (Siehe
"Niederlaus. Rittergüter und Ihre Besitzer") |
| • |
Unter der Lübbenauer Standesherrschaft
wurde der noch 1723 erwähnte Herrenhof aufgegeben und die
Ländereien von Groß Beuchow aus bewirtschaftet. |
| • |
Besonderen Streit rief ein Lehnstück
mit 2 Bauernhöfen und einem Kossät hervor, welches
Nicell von Buxdorf seiner ungehorsamen Ehefrau verschrieb, als
er sich 1579 von ihr scheiden ließ. |
| • |
Dieser Teil von Klein Beuchows hatte
einen noch regeren Besitztumswechsel, der sich über das
17. und 18. Jh. als ständiger Streit hin- und herzog. Erst
1725 kam dieser Teil durch Kauf an Friedrich Seyfried von Loben
nach Klein Beuchow zurück.. |
| Historische Gebäude |
| • |
Jagdhaus : schönes Fachwerkhaus,
1746/47 wurde das barocke Schloss als Jagdhaus "eingeschossig
mit 2-riegligem strebenlosem Fachwerk erbaut, es trägt
bei 8-achsiger Front ein Mansardendach mit 3 Eine im Innern
des Hauses vorhandene Kapelle ist von etwa 1620 und steht heute
unter Denkmalsschutz. (sehr erhaltungsbedürftig) 1994 wurde
die Fassade erneuert und als Kindergarten genutzt. |
| • |
Das Landwarenhaus (1957 erbaut),
wurde zum Unverständnis der Einwohner von der Denkmalsbehörde
unter Denkmalsschutz gestellt. |
| • |
Das Gemeindebüro wurde früher
als Wohnung des Gutsverwalters genutzt. Die Feldsteinbauweise
ist identisch mit der des Jagdhauses, dass um 1850 neu aufgesetzt |
| Naturdenkmäler |
| |
Die 800 Jahre alte Solitäreiche
mit einem Stammdurchmesser von ca. 1,5 m steht an der Autobahnabfahrt
gegenüber "Mc Donald" und dem slawischen Schutzwall. |
| Park |
| • |
Der Park wurde neuzeitlich, um die
Jahrhundertwende angelegt. Er kann einen naturbelassenen alten
Baumbestand vorweisen und wird forstwirtschaftlich betreut |