Geschichtliches
zu Lübbenau  |
| Historische
Gebäude |
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Am Marktplatz: stehen überwiegend
zweigeschossige Bürgerhäuser aus dem 19. Jh. |
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Das ehemaliges Rathaus in der Mittelstraße,
ehemals Bösack Lehmannsches Kaufhaus wurde der Stadt übereignetet. |
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Den Abschluss zur Altstadt bildet
das am Topfmarkt 1815 errichtete Torhaus, ursprüngliches
Rathaus, seit 1910 Gerichtsgebäude. Es löste den desolaten
Vorgängerbau von 1784 ab. Jetzt befindet sich das Spreewaldmuseum
(Stadtmuseum) in diesem Gebäude. |
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Im Torbogen befindet sich der Kieferknochen
eines Wales, welcher der Stadt zu Anfang des 18. Jh. von Morzan
Schimkönig, einem Lübbenauer, der als Kaufmann in
Hamburg lebte, geschenkt. |
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Mittelstraße, Fischergasse,
Brauhausgasse und Vorstadt: schöne und guterhaltene Fachwerkbauten
von Anfang
des 18. Jh. |
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Das ehemalige Kulturhaus der Eisenbahner
am Bahnhof, wurde 1785 als Schützenhaus erbaut.
Gegenwärtig ist dieser Komplex geschlossen. |
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Am alten Friedhof steht die 1956
geweihte Katholische Kirche. |
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Historische Gaststätte "Wotschofska"
ist eines der beliebten Ausflugslokale in der Nähe Lübbenaus,
es war bis Ende der 70er Jahre nur auf dem Wasserweg zu erreichen.
Der Transport der Lebensmittel und des Personals erfolgte ausschließlich
per Kahn. Noch heute gibt es zur Wotschofska nur einen Wirtschaftsweg,
die Befahrung darauf ist Genehmigungspflichtig, da er durch
das Biosphärenreservat führt. |
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Die Insel "Wotschofska"
bot den Lübbenauer Bewohnern häufig Schutz in Kriegszeiten.
So besonders im 30jährigen Krieg geschehen. Im 18.Jh. wurde
auf der Insel das Lynarsche Forsthaus errichtet und 1875 durch
einen Brand zerstört. An seiner Stelle wurde 1894 das "Städtische
Etablissement "Wotschofska" errichtet, um für
den ständig anwachsenden Fremdenverkehr gerüstet zu
sein. |
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Um 1911 wurde während des trockenen
Sommers ein Wander weg von ca. 3 km Längeerrichtet. Es
führt von Lübbenau, Kahnhafen "Am Spreeschlösschen"
über zahlreiche Brücken an dem Flies Kossoa und dem
Rohrkanal entlang. |
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Am grossen Kahnfährhafen Lübbenau
befindet sich die Gaststätte "Zum grünen Strand
der Spree", seit über 100 Jahren in Familienbesitz
- gegründet von einem Mann, der als "Bursche seines
Offiziers", des Grafen zu Lynar nach 1870/71 nach Lübbenau
kam. Nach dem Tode seines Herrn richtete er sich ein kleines
Wirtshaus ein. |
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Bereits in den 20er Jahren fanden
beeindruckende Gartenkonzerte statt, für Einheimische und
Gäste "ein unvergessliches Erlebnis im feenhaft erleuchtetem
Garten bei Klängen lieblicher Waisen und Anschauen eines
Feuerwerkes". |
| Kirchen |
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NIKOLAIKIRCHE
LÜBBENAU
1741 am Marktplatz gebaut, gilt sie als eines der seltensten
und schönsten Beispiele des Dresdener Barock in der NL,
ein einschiffiger Barockbau von 1744 mit Flachdecke und Emporen
und wurde nach den Plänen des Dresdner Festungsmaurermeisters
Gottfried Findeisen erbaut.
Ein schlichter Barockbau mit beachtlicher barocker Ausstattung
der dem Kirchenschiff vorgeladene 57 m hohe Turm mit Treppenaufgängen
sowie das Portal stammen aus den Jahren 1777 / 78. In der Kirche
befindet sich ein Wandgrab aus dem Jahr 1765. Der Westturm mit
einer Höhe von 70 Ellen wurde vom Festungsmaurermeister
Christian Friedrich Renner und dem Zimmerermeister Johann Carl
Neubert 1777 - 1778 auf 110 Ellen erhöht und bekam eine
geschweifte Haube und Laterne. Beides in Form eines ungleichen
Achtecks, welches aus dem Grundriss im oberen Teil des Turmes
resultiert und sich in der Zwiebelkuppe und Spitze fortsetzt. |
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Der ersten Orgel von 1741 (erbaut
von Orgelbaumeister J. J. Köpler) folgte ein erneuter Orgelneubau
im Jahre 1984. |
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Ein ein bronzener Taufengel wurde
1864 der Kirche gestiftet, dieser stammt vermutlich aus der
Werkstatt des Christian Daniel Rauch in Berlin. In deren innerer
Ausschmückung sind als Monument die als Wahlspruch der
Familie geltenden symbolhaften Hauptfiguren " Gerechtigkeit,
Tapferkeit und Menschlichkeit " um ein vom Tode zerbrochenes
Lynarsches Wappen angeordnet. |
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Das Kreuz erinnert an Wilhelm Friedrich
Graf zu Lynar. |
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In der Zweiflügeltür befindet
sich ein reichverziertes und bleiverglastes Oberlicht. Der linksseitige
Epitaph erinnert an den Hofrichter Hieronymus de Wedig (1702-1765)
Rechtsseitig in die Wand ist eine Grabplatte aus der Kirche
von Neu Lübbenau, die 1987 dem Bergbau zum Opfer fiel,
eingesetzt. Sie gedenkt eines 1672 verstorbenen Kindes.
Die auf Holzsäulen gelagerte doppelten Emporen, sind kennzeichnend
für die protestantische Kirchen. |
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Unter den Emporen an der Nordseite
befinden sich zwei Steinsarkophage. Sie enthielten die hölzernen
Särge des Moritz Carl Graf zu Lynar und seiner Gemahlin. |
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Die Sommeröffnungszeiten der
Kirche, sowie zahlreiche Konzerte über das ganze Jahr verteilt,
laden den Besucher zur Besichtigung ein. |
| Brunnen |
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In der Stadt Lübbenau wurden
bei der Sanierung der Strassen in der Altstadt alte Brunnen,
die verschüttet Waren, freigelegt und saniert. |
| Ausgrabungen und Funde |
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1974 wurden guterhaltene Holzreste,
die von der letzten slawischen Burg aus dem 8. / 9. Jh. stammen,
von Archäologen unterhalb des Schlosses Lübbenau im
Schlosspark entdeckt. |
| Mühlen |
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Eine Tafel am Gebäude vor dem
Schlossbezirk erinnert an die Lübbenauer Schlossmühle,
die sich seit dem 13. Jh. hier befand. Zwei Wasserräder
trieben die Mahlgänge, die bis zu 10 t Getreide täglich
verarbeiteten an. 1943 wurde diese Mühle Opfer einer Brandstiftung.
400 Meter weiter, am Wege nach Lehde, steht das Gebäude
der Schneidemühle. |
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Schneidenmühle
1772 unweit des Schlossbezirkes wurde die Schneidenmühle
errichtet. Neben dem Sägewerk befand sich zugleich eine
Mahl und Ölmühle. Nachdem die Hauptgebäude 1899
sowie die technischen Einrichtungen modernisiert wurden, versorgte
die Schneidenmühle vorwiegend die Standesherrschaft und
die zu ihr gehörenden Güter mit Holz. Als 1927 ein
Hochwasser das Mühlrad zerstörte, wurde auf Elektrobetrieb
umgerüstet. Diese Mühle war bis 1945 und das Sägewerk
bis 1955 in Betrieb. |
| Postsäulen |
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Entfernungssäule
In der Karl- Marx- Strasse, Höhe Töpferstrasse steht
eine Postentfernungssäule von Anno 1740. Diese Säule
wurde 2000 – 2001 restauriert.
Auf ihr kann man die Zeiten, welche eine Postkutsche bis zu
den jeweiligen Ortschaften brauchte, ablesen. |