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Museen, Parks und Schlösser in Lübbenau
Museen & Heimatstuben
Museum Haus für Mensch und Natur Biosphärenreservat Schulstraße 9, 03222 Lübbenau
Tel. (03542) 8921-0
Museum Spreewaldmuseum Lübbenau
Topfmarkt 12 im Torhaus und Freilandmuseum in Lehde
03222 Lübbenau
Tel. (03542) 2472
Fax: 03542- 403425
Es befindet sich im am Topfmarkt im 1815 errichteten Torhaus und zeigt die historische Entwicklung dieses Gebietes.
Das Museum wurde 1899 von Oberpfarrer Pfannschmidt gegründet. Es beinhaltet Ausstellungen historischer Stücke alter Haus- und Wirtschaftsgeräte sowie Gegenstände des Kunst- und Gewerbefleißes der Bewohner. Ein Museumsverein wurde gegründet, Mitglied war unter anderem Paul Fahlisch und sie gaben ihm den Namen "Spreewald Heimatmuseum". Sie finden u.a.: - Ausstellungsstücke wie geologische Funde, Werkzeuge aus der Stein- und Bronzezeit bis zur Eiszeit, sowie prähistorische Urnen.
Von Paul Fahlisch - in der Stadtchronik erwähnt ( 1928) - befinden sich auch Wendenpfennige im Museum.
Verschiedene ausgestellte Wertgegenstände sind die Zeugnisse der Lebenswelt der Spreewälder Bauern.
Das Museum ist auch mit eingerichtet mit historischen Möbeln und Kunstgegenständen, Zu sehen sind auch zahlreiche Gemälde der gräflichen Familie zu Lynar, Meißner Porzellan, Gläser aus der Potsdamer Hütte und kostbare Bücher.
Wilhelm Graf zu Lynar verfasste das Büchlein " Ein Führer durch das Schlossmuseum". Aus den Beständen des Heimat- und Schlossmuseums wurde Anfang der 50er Jahre das Spreewaldmuseum in der ehemaligen Gerichtskanzlei im Schlosspark gegründet. Der Umzug in das Torhaus erfolgte im Jahr 2000.
Parks
  SCHLOSSPARK
Der ca. 9 ha große Schlosspark wurde 1820 im Zuge des Schlossneubaus durch den Schlossgärtner J.E. Freschke und seinen Sohn angelegt. Dieser Park ist Nachfolger eines viel kleineren Barockgartens. Der im Sinne des Fürsten Herrmann von Pückler- Muskau umgestaltete Landschaftspark weist seltene und heimische Gehölze auf. Wege, Teiche und Erhebungen wirken, als seien sie natürlich entstanden. Am Mittelteich befindet sich eine Sumpfzypresse, daneben eine Stieleiche, die 100 Jahre älter ist, als der Park.
Das Tor zum Schlossbezirk, ist eine Kunstschmiedearbeit von aus dem Jahr 1836 mit Symbolen des gräflich Lynarschen Wappens und zeigt Schlangenkönig, Turm und Leinblüten.
Schlösser
SCHLOSSBEZIRK LÜBBENAU
Die im Schlosspark befindlichen vier historischen Gebäude stehen halbkreisförmig um eine große Schlosswiese angeordnet, die in eine sich anschließende Parkanlage harmonisch ausläuft. Guterhaltene Holzreste einer slawischen Wallanlage aus dem 8./ 9. Jahrhundert, gefunden bei Ausgrabungen durch Archäologen unterhalb des klassizistischen Schlosses, erbrachten den Nachweis einer slawischen Besiedlung als Ursprung der Stadt.
Mit der deutscher Ostexpansion geriet der slawische Stamm im 10. Jahrhundert unter deutsche Herrschaft. An Stelle der eroberten zerstörten Wallanlage entstand eine Wasserburg.
1350 wird Lübbenau erstmals in einer Verkaufsurkunde als Herrschaft mit Burg, Stadt und neun Dörfern genannt.
Um 1600 wurde die Wasserburg zu einem Schloss im Renaissancestil umgebaut. 1621 - mit dem Kauf der Herrschaft Lübbenau durch die Familie der Grafen zu Lynar, verblieb diese über dreihundert Jahre ständig im Besitz einer einzigen Familie.
1817 erfolgte der Abriss der alten Renaissanceanlage
  1817-1820 - Errichtung der klassizistischen Zweiflügelanlage durch Karl-Friedrich Schinkel.
  1839 erhielt das Schloss durch Umbau sein endgültiges Aussehen im Stile des Klassizismus. Der Umbau erfolgte nach Entwürfen von Siegel im Sinne der Erneuerung der Antike.
Ein Putzbau mit einem genuteten Erdgeschoss, kannelierte Eckpilaster und Fensterumrahmungen, die im ersten Obergeschoss flach überdacht sind. An den hohen, schmalen gestalterisch betonten Mittelbau stoßen im Winkel zwei Flügel mit je 7 Achsen an der Längsfront an. Es wurden stadtseitig zwei quadratische neoromanische Türme mit flachen Zeltdächern angefügt. Das Schloss Lübbenau wurde in schlichtem klassizistischen Baustil errichtet.
In den Jahren 1931/32 mit gesammelten wertvollen Kunstgegenständen, darunter Gemälde von bedeutenden Malern, Musikaliensammlung, Waffen in kostbarer Ausführung sowie Gläser und Porzellan ein sehenswertes Schlossmuseum eingerichtet.
1944 ist durch einen Brand der Dachstuhl des Mittelbaues stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Roter Saal und seine historischen Gegenstände wurden dabei völlig vernichtet.
1944 hat man die Grafen zu Lynar enteignet, da der letzte Standesherr Wilhelm Friedrich Graf zu Lynar am Putsch gegen Hitler beteiligt war. Er wurde am 29.09.44 in Plötzensee hingerichtet.
Inzwischen wurde ein Teil des ehemaligen gräflichen Besitzes wieder in die Hände der Nachkommen Zurückgegeben.
1945 - das Schloss diente als Krankenhaus
1966 - Dauerheim für Kleinkinder
1990 - Verschiedene Teile des Gebäudes wurden zum Hotel umgebaut. Links neben der Eingangstür wurde die Gedenktafel für Wilhelm Friedrich Graf zu Lynar zum ehrenden Gedenken angebracht.
Zu den ältesten Gebäuden im Schlosspark zählen die ehemalige Justiz- und Gerichtskanzlei,1745 - 1748 Erbaut, in der bis 1848 im Namen der Standesherrschaft Recht gesprochen wurde.
Sie wurde später als gräfliche Bibliothek eingerichtet und ab 1950 als Spreewald - Museum für den Besucherverkehr freigegeben. Am Eingang zum Schlosspark befindet sich ein langgestreckter Fachwerkbau, das sogenannte Efeuhaus, erbaut 1744-1746 als Interimswohnung für die gräfliche Familie. Es ist ein schlichtes Wohnhaus, Symbiose aus Putz und Fachwerk in leuchtendem Gelb, hat ein Walmdach mit Dachgauben.
Orangerie
Gegenüber dem Schloss, der ehemaligen Orangerie überwinterten früher Orangenbäume, Kamelien und Oleander. Seit 1956 zum Spreewald-Museum gehörend, können hier alljährlich verschiedene Kunstausstellungen besichtigt werden. Die Orangerie erinnert durch ihre auffallenden 5 dorischen Säulen an der Vorderfront an Bauten der Antike und ist dem Baumeister des Schlosses, Carl Benjamin Siegel zuzuschreiben. Der Säulengang wird von 2 quadratischen Kuppelbauten flankiert.