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Traditionen in Lübbenau
Traditionen

Schützenfest Lübbenau (Ende Juni / Anfang Juli)

(Die Fastnacht sorbisch : zapust)
Sie wird im Januar und Februar gefeiert, um dem Winter zu vertreiben. Es beginnt mit dem Zampern, einem Heischgang von Haustür zu Haustür, wird mit der Jugendfastnacht und dem Umzug in sorbischer Festtagstracht und der Männerfastnacht - für Verheiratete - fortgesetzt.
Spreewaldfest Lübbenau
(jeweils das 2. Wochenende im September)
Das Spreewaldfest erfreut sich seit 1973 einer wachsenden Beliebtheit. Höhepunkt des Festes ist der Festumzug auf dem Wasser – der Kahncorso - mit über 40 reich geschmückten Spreewaldkähnen, wo jeder Kahn sein eigenes Thema hat.
Osterfeuer, Osterwasserschöpfen und Waleien
Die Osterbräuche in der Niederlausitz sind vielfältig. Traditionsgemäß werden in den sorbischen Gebieten die Ostereier mit der Wachsmaltechnik zu kleinen Kunstwerken gestaltet. Am Ostersonntag rollen die Kinder die Ostereier einen selbstgebauten kleinen Sandwall, die Waleie hinunter und jeder versucht, das Ei des Anderen zu treffen. Dabei geht es meist um einen Glückspfennig oder um ein Osterei.
Hahnrupfen und Stollenreiten (Herbst )
Das sind Traditionen zum Erntefest. Hierbei geht es zumeist um den Hahn als Zeichen der Fruchtbarkeit. Seine Kraft ist verbraucht, er muss beseitigt werden, um das neue Jahr wieder fruchtbar zu machen und neue Kraft wachsen zu lassen. Der tote Hahn (Kokot) hängt an einem hohen eichenlaubumwundenen Tor. Die Jungen galoppieren zu Pferd hindurch und versuchen, den Kopf abzureißen. Wer ihn erbeutet wird König (kral).
Maibaumaufstellen (sorb : maju Stajas)
Am Vorabend des 1. Mai wird von der Jugend des Dorfes der Maibaum aufgestellt, meist eine Fichte oder Tanne, deren Spitze mit einer grünenden Birke und Kränzen und Bändern geschmückt Mancherorts ist dieser Baum hart umkämpft und muss von der Jugend mit einem Maifeuer eine Nacht lang bewacht werden. Ende Mai oder um die Pfingstzeit - wird der Maibaum "geworfen" und ein Maikönig gekürt.